Lützows enkes brev til kongen i 1705 (NYT 4/2018)

Hidtil har kun de 2 første ark været tilgængelige på hjemmesiden, men det er lykkedes at fremskaffe resten, som ses nedenfor. Brevene fra von Lützow’s enke er skrevet på tysk med 300 år gammel, sirlig håndskrift – utvivlsomt af en professionel skriver – og dernæst underskrevet af hende selv – med en mere vaklende håndskrift.

Titulaturen på tysk lyder således: Allerdurchlauchtigster, Grossmächtigster König, Allergnädigster Erb-König und Herr.

På dansk bliver det til: Allermest strålende, stormægtigste Konge, allernådigste Arvekonge og Herre.

Den kunstfærdige indledning til Kongen ser således ud (klik for at forstørre):

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Selve klagebrevet til Kongen af 21/8 1705 (klik for at forstørre de 2 sider):

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Brev af samme dato til ?? (klik for at forstørre de 2 sider):

     

Hjemmesiden har været så heldig at få hjælp til at gøre brevene mere læselige – i alt fald hvis man er god til højtysk – men heldigvis også med et kort resumé på dansk. Stor tak til Svend Aage Christensen!

Bønskrifter fra major Cort von Lützows enke, 21. august 1705

Udskrevet fra originalerne af Svend Aage Christensen for Mandemarke.dk med bevaring af den oprindelige stavemåde

Kort resumé på dansk

Det første bønskrift er stilet til kongen, det andet til en gehejmeråd, en af kongens nære rådgivere. Begge breve handler om det samme, nemlig at Lützows enke er i pengenød og søger om at få restsummen af sin afdøde mands løn udbetalt. Gennem oberst Niels Krabbe har hun fået meddelelse om, at kongen har afgjort, at hun skal have pengene, men den besked har hun kun fået mundtligt. For at udbetale beløbet kræver generalkommissariatet at få en udtrykkelig kongelig ordre. Det er denne ordre, Lützows enke søger at udvirke med sine breve.

Forside

An Eure Königl: Maÿtt: zu Dännemarck, Norwegen etc.

Allerunterthänigste Bittschrifft

Von

Des Seel: Major Lützaus Witwe

Side 1

Allerdurchlauchtigster, Grossmächtigster König, Allergnädigster Erb-König und Herr

Eurer Königl: Maÿtt: statte vor die, auf mein unlängst allerunterthänigst geschehenes Suppliciren, durch den H: Obristen Krabbe mir allergnädigst ertheilete mündliche Resolution, dass nemlich meines Seel: Mannes Gage, solange geniessen solle, biss es Eurer Königl: Maÿtt: bey dessen Compagnie einen Rittmeister zu ernennen belieben wird, demüthigsten Danck ab, und werde diese, mir wiederfahrende grosse Königliche Clemence Zeit meines Lebens in allerunterthänigster veneration zu erheben und zu rühmen stets eingedenck verbleiben.

Wenn ich dann meine vorhabende Reise, nach meiner Heimath, bey dieser annoch bequemen Jahres-Zeit gerne fortsetzen wollte und daher bey dem Hochlöbl: General-Commisariat, auf obgepriesene Eurer Königl: Maÿtt: allergnädigste Resolution mich beziehend, umb Anweisung meines Seel: Mannes, biss an die Zeit, da er verstorben, verfallenen Gage gebeten, aber darauf zur Antwort erhalten habe, dass sie ohne Eur: Königl: Maÿtt: expresse allergnädigste Ordre meinem Gesuch hierinne nicht deferieren konten. Bloss? gelanget an Eure Königl: Maÿtt: hiermit nochmahlen mein allerunterthänigstes

Side 2

Flehen, Sie wollen hochgedachtem Ihro hochlöbl: General-Commisariat allergnädigste Befehl beyzulegen gerufen, dass was von meiner Seel: Mannes Gage biss an seinen Todt mir noch rückständig ist, mir itzo gereichet, was aber durch obgewiesene Eurer Königl: Maÿtt: Hohe Gnade, vor die Zeit, da die Compagnie vacant bleibet, mir zufliessen wird, zu Ersetzung derer bey Lie???rung der Compagnie sich künftig etwan befindenden defecten, (wozu solches dann mehr als zulänglich seyn wird) in Versicherung bleiben möge, fals Eure Königl: Maÿtt: meinen allerunterthänigstem Gesuch nach mich nicht gäntzlich davon liberieren wollen, wie ich noch in allerunterthänigster Zuversicht lebe. Betröste mich allergnädigster Erhörung, und ersterbe in tiefster devotion

Eurer Königl: Maÿtt:

Copenhagen, 21 Augusti 1705

allerunterthänigste demüthigste Dienerin

Wittwe und gebohrenen Lützau

 

Side 3

Hochwohlgebohrener H.

Höchstgeehrter H. Geheimbter Rath.

 

Da mir neulich durch den H. Obr. Krabben die Versicherung gegeben worden, dass Ihr: Maÿtt: der König auff mein übergebenes Memorial die allergnädigste resolution numehro ertheilet, dass ich meines Seel: Mannes Gage solange sollte zu geniessen haben, biss die Compagnie an jemand wieder vergeben wird, so kann nicht anders glauben, als dass Eur: Excellence auff mein an dieselbe ergangenes inständiges Bitten, durch ihre vielgeltende recommendation ein grosses hierzu contribuiret haben, dass diese gnädige resolution von ihro Maÿtt: gefasset worden; kann also nicht umbhin Eurer Excellence hierdurch in Abstattung meines schuldigen gehorsamen Danckes mein empfindendes Dankbahres Gemüth zu erkennen zu geben, des gewissen Vertrauens lebende, der grosse Gott werde diese an mir erwiesene Generositet und Christl: Mitleiden ohnfehlbar wieder belohnen. Weil es aber an dem, dass mit dem Gelde, so von meines Seel: Mannes Tod biss der Zeit, dass die Compagnie wieder vergeben wird, fället, die bey der Compagnie etwa sich findende defecten mehr als überflüssig könne ersetzt werden, dass General-Commisariat aber dennoch difficultiret, mir meines Seel: Mannes biss an seinen Todt fällige Gage, ohne Expresse Königl: Ordre auszuzahlen, da ich dessen zu Bezahlung meiner

 

Side 4

hiesigen Schulden doch höchstens bedürftig, und ich auch ausserdehm ohnmöglich mich länger alhier aufhalten kann, weil jetzo ein Schiff von Rostock hier ist und wo? ich mit selbigem nicht wegkomme, herna?? nicht weiss, wo über das Wasser bey so später herankommender Jahres-Zeit kommen soll. Also? Ersuche Euer Excellence nochmahls auffs allerinständigste, mir doch nicht zu verübeln, dass Sie so offt incommodire; ich weiss keinen Menschen, der mir helfen kann, als Eur: Excellence, umb bey Ihr Maÿtt: eine Ordre an das General-Commisariat auszuwircken, dass mir doch ohne fernere Aufschub meines Seel.: Mannes restirende Abrechnungs-Gelder mögen bezahlet werden. Mit dem Memorial an den König wolte so ungerne Euer Excellence beschwerlich fallen, allein ich weiss nicht, wo solches in Ihr: Maÿtt: Händen kommen und resolution darauff bekommen soll, wo sich Eur: Excellence nicht damit bemühen wollen: Es ist ein grosseb???? Euer Excellence anmuhte, allein die dringende höchste Noth macht mich thun, was ich nicht gerne thue; werden also Euer Excellence mir solches nicht ungütig nehmen, sondern vielmehr Mitleiden mit mir in meinem verlassenen Zustand haben. Ich ergebe Euer Excellence der Obhut Gottes, und wünsche dass der liebe Gott Sie für alles Gute, so Sie mir thun, richtig wieder gesegnen wolle. Womit verbleibe

Euer Excellence

Copenhagen, 21 Augusti 1705                                       Demühtigste Dienerin

??wittwe und gebohrenen Lützau